Willkommen
Liturgie /Sakramente
Alte  Gebete
Gottesdienste
Kommunionhelfer
Taufen
Leitfaden
Tauferinnerung 2011
Wie ein Fisch...
Segne Dein Kind
DLR Berlin: Taufe?
hr3: Kindertaufe?
Taufpastoral intern
Erstkommunion
Firmung
Hochzeiten
Silberhochzeit
Goldhochzeit
Totengebet
Beerdigung
Familienzentrum
Vereine+Gruppen
Gedanken
Pfarrgemeinden
Alte Schätzchen Foto
Links
Gästebuch
Impressum
Sitemap

P. Dr. Hermann-Josef Burbach MSF, Köln
Wort zum Tage im DLR Berlin, 12. – 17. 11. 2007
Mittwoch, 14. November

Soll man Kinder heute taufen?

„Sollen wir unsere kleine Tochter taufen lassen?“ fragte mich ein Bekannter nach dem sonntäglichen Gottesdienst. Meine Gegenfrage: „Warum denn nicht?“

Und noch einmal der Vater:
„Darf ich wirklich über die Glaubensentscheidung meines Kindes verfügen?“

Aber verfügen die Eltern denn wirklich? Sie machen zunächst nur ein Angebot, ein Geschenk. In der Taufe wird ein Mensch in die Gemeinschaft mit Christus und in die Gemeinschaft mit anderen Christen aufgenommen. Aus dem Kind soll ein guter Mensch werden. Es soll lernen, Gott und die Menschen zu lieben.  

Bevor ein Mensch sich für Gott entscheiden kann, hat Gott sich für den Menschen entschieden. Und genau das kann die Taufe eines Säuglings deutlich machen. Wenn ein unmündiges Kind, ohne dass es etwas dafür geleistet hat, durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wird, erfährt es das Gleiche wie jeder andere: wir werden von Gott angenommen allein aus Gnade.

Der Ruf Gottes ist immer der erste Schritt, meine Antwort der zweite. Der zweite Schritt ist wichtig, denn er entscheidet, ob aus dem Neugetauften auch wirklich ein mündiger Christ wird. 

Ein Kind wird in eine Familie hineingeboren, die es sich zwar nicht ausgesucht hat, in die es aber hineinwachsen soll. Genauso muss auch der Neugetaufte in die Familie Gottes, in seinen Glauben, in seine Kirche hineinwachsen. Irgendwann kommen wir als Erwachsene nicht daran vorbei, eine persönliche Glaubensentscheidung zu treffen. Wenn ein Kind spürt, dass es erwünscht ist, dass es sich die Zuneigung seiner Eltern nicht verdienen muss, wenn es weiß, meine Eltern lieben mich, so wie ich bin, dann kann es von dieser menschlichen Erfahrung auf die göttliche Wirklichkeit schließen: Gott liebt mich.

Wenn der christliche Glaube den Eltern etwas bedeutet und sie ihr Kind zur Taufe bringen, dann verstellen sie ihm nicht die Zukunft, sie öffnen ihm vielmehr einen Zugang zu Gott. Die Stimme des himmlischen Vaters bei der Taufe Jesu am Jordan gilt auch jedem Täufling:

„Du bist mein geliebtes Kind. An dir habe ich Gefallen gefunden.“

Pastoralverbund Oeventrop / Rumbeck | info@pvor.de