150 Jahre St. Nikolaus
Rumbeck: Die Kaplanei zählte früher zu St. Laurentius / Sonntag Festmesse
Rumbeck. (ue)
Die St.-Nikolaus-Gemeinde Rumbeck wird 150 Jahre alt. Ein Anlass, der am morgigen Sonntag um 8.30 Uhr mit einer Festmesse und einem anschließenden Stehempfang im Christophorus-Haus begangen wird.
Dazu sind alle Mitglieder des Pastoralverbundes Oeventrop-Rumbeck eingeladen.
Am 10. Mai 1858 besuchte Konrad Martin, seit 1856 Bischof von Paderborn, anlässlich einer Firmung im Dekanat Arnsberg auch die zur Pfarrgemeinde St. Laurentius gehörende Kaplanei St. Nikolaus Rumbeck. Dieser Besuch galt der Frage, ob der kleine Ort zur selbstständigen Pfarrgemeinde erhoben werden solle.
Wichtigste Begründung für diese "Abpfarrung": Die kath. Einwohner der zur Kaplanei zählenden Ruhrdörfer Oeventrop, Dinschede, Glösingen, Lattenberg und Wildshausen mussten zur Dokumentation ihrer Personaldaten wie Geburt, Hochzeit oder Tod bis zu zwei Stunden Fußweg in Kauf nehmen. Insbesondere in Herbst und Winter ein beschwerliches Vorhaben.
Und was lag da näher, als in Rumbeck mit seinem bestehenden Kirchengebäude (des ehemaligen Klosters) und den vorhandenen Amtsräumen eine eigenständige Pfarrei zu errichten. Ein Argument, das zog. Bischof Konrad ließ sich zur Ortsbesichtigung bis an die "Oeventroper Brücke" fahren und entschied dann für die Selbstständigkeit.
Erster Pfarrer wurde damals Caspar Johann Böller, schon seit 1847 Kaplan in Rumbeck. Es folgten der bekannte Caspar Berens, der Dichter des Kolpingliedes "War einst ein braver Junggesell...", Wilhelm Wix, Joseph Schulte, Josef Hering, Heinrich Tillmann, P. Andreas Metten MSC, P. Josef Kaperschmidt MSC, Max Bömer, Walter Lütke Wöstmann und heute als Leiter des Pastoralverbundes Oeventrop-Rumbeck Ernst Thomas.
Westfalenpost vom 16.08.08