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Ein einfach"bestrickendes" Team: Der Handarbeitskreis der kfd strickt, näht und häkelt seit 35 Jahren für Menschen in Not. Allein zu D-Mark-Zeiten waren 120000 Mark zusammengekommen. Foto: Ute Vollmer



 

 

Sie stricken, was gerade "in" ist

Handarbeitskreis werkelt seit 35 Jahren

OEVENTROP.(uv)

Von der Handysocke bis zum buntgemusterten Elbkahn Größe 46/47. Die Frauen vom Handarbeitskreis der kfd sind in jedem Fall ein einfach"bestrickendes" Team. Jede Häkelmasche und jeder feine Stickstich ist seit 35 Jahren bestimmt für einen guten Zweck.

Seit 1973 häkeln, stricken, sticken und nähen jeden zweiten Mittwoch fleißige Frauenhände im katholischen Pfarrheim am Steilen Weg. Die Älteste im Team ist Margret Schmidt (86), das "Küken" mit 17 Jahren Maike Kinze. Handysocken und Hakelspitze - die 15 bis 20 Frauen handarbeiten das, was gerade "in" ist.

Socken sind der Renner
Handgestrickte warme Socken sind seit Jahren angesagt. "Es liegen schon 80 Paar im Schrank." Bis zum Verkauf auf dem Weihnachtsbasar auf der Kirchstraße am Samstag, 29. November, werden noch fleißig Maschen aufgenommen und rundgestrickt. Ein Renner werden sicher die Stricksocken in den Farben blau-weiß und gelb-schwarz sein. Die Frauen haben für die Fußballfans auch gleich richtige Fantüten gebastelt - mit dem passenden Fan-Püppchen. Auch an die Fans von Borussia Mönchengladbach haben die Damen gedacht. Und für das "Anbandeln" gibt es den Partnerhandschuh.

Das "ken" ist gerade erst 17 Jahre
"Ich freue mich immer auf unseren Mittwochnachmittag", sagt Mia Schmidt (85). Stricknadelklappernd werden mit den Kolleginnen die neuesten Muster ausgetauscht. "Und das Pröleken kommt dabei auch nicht zu kurz", lacht Karola Klemm (80), die fast von Anfang an mit dabei ist. "Ich weiß nicht, wie vieleTaschentücher ich hier schon gehäkelt habe."

Initiiert wurde der aktive 'und kreative Handarbeitskreis vor 35 Jahren von Sr. Celsa. Der Erlös ging viele Jahre in die Mission zu deren Bruder, Pater Raulf, nach Brasilien. Unzählige Decken wurden auch für Leprakranke gestrickt. Allein zu D-Mark-Zeiten

kamen so mehr als 120000 DM zusammen. Seit einigen Jahren kommt ein Teil des Erlöses auch Bedürftigen .in der näheren Umgebung zu gute - wie der Aktion Lichtblicke und dem Frauenhaus.

Die ersten Weihnachtsbasare der kfd fanden in der Schützenhalle statt, später dann im Pfarrheim. Wie bereits in den vergangenen Jahren bauen die kfd-Frauen ihren Stand mit Cafeteria in diesem Jahr wieder auf dem Oeventroper Weihnachtsmarkt auf. Eventuelle "Restbestände" können dann später noch beim kfd-Adventnachmittag in der Schützenhalle erstanden werden.

Westfalenpost vom 24.11.2008

 

Pastoralverbund Oeventrop / Rumbeck | info@pvor.de