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Totengebet

In manchen Gemeinden – so auch in der Pfarrgemeinde Heilige Familie Oeventrop – ist es Tradition, dass in den Tagen zwischen Tod und Begräbnis das Totengebet gehalten wird.

Dieses Totengebet hat seine Wurzeln in einer Art Totenwache. Auch das Judentum und der Islam kennen je eine eigene Form des Totengebetes.

Noch vor 50 Jahren kam man gewöhnlich drei Tage bis zur Beerdigung an den Abenden im Haus des oder der Verstorbenen zusammen. Die Beter waren nur Nachbarn und Verwandte. Gebetet wurde der Rosenkranz. Dabei kniete man – wenn möglich – in dem Raum, in dem der Verstorbene aufgebahrt war.

Mit dem Überführen der Leiche in die Friedhofskapelle hat diese Form des Totengebetes ihren Sinn verloren. Es wird nun, wenn die Angehörigen eines wünschen, was meistens der Fall ist, am Vorabend der Bestattung in der Kirche gehalten. Es beginnt in der Regel um 19 Uhr und dauert etwa eine halbe Stunde.

Meistens betet eine Bekannte des/der Verstorbenen vor. Vermehrt nehmen auch Freunde und Bekannte aus Vereinen oder den Arbeitsstellen daran teil.

Für das Gebet gibt es in der Kirche Texthefte mit verschiedenen Vorlagen in der Art eines Wortgottesdienstes. Man ist an diese Vorlagen aber nicht gebunden. Oft wird das Totengebet auch frei gestaltet und ganz auf den Toten ausgerichtet.

Einen Organisten kann die Pfarrgemeinde aus Kostengründen nicht mehr stellen. Man kann sich jedoch privat auf eigene Kosten jemanden bestellen oder man singt die Lieder wie früher zu Hause ohne Orgelbegleitung.

Pastoralverbund Oeventrop / Rumbeck | info@pvor.de